Definition
eIDAS ist der EU-Rechtsrahmen für elektronische Identifizierung; die EUDI-Wallet ist die darauf aufbauende europäische digitale Brieftasche. Die AMLR erkennt eIDAS-konforme elektronische Identifizierung ausdrücklich für die Kundenidentifizierung an.
Was dahinter steckt
eIDAS (electronic IDentification, Authentication and trust Services) ist der EU-Rechtsrahmen für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste. Auf seiner Novelle baut die EUDI-Wallet auf — die europäische digitale Identitäts-Brieftasche, mit der sich Bürgerinnen und Bürger künftig EU-weit digital ausweisen können; der Rollout erfolgt schrittweise.
Warum das für die Geldwäscheprävention zählt
Die AMLR erkennt elektronische Identifizierungsmittel im Einklang mit dem eIDAS-Rahmen ausdrücklich für die Identitätsprüfung an. Sichere digitale, biometrische Verifizierung steht damit ab dem 10. Juli 2027 auf festem regulatorischem Boden — die gemailte Ausweiskopie war nie ein Prozess und wird es auch nicht mehr.
Praktische Folge
Verpflichtete sollten ihren KYC-Prozess so bauen, dass er digitale Identifizierungswege heute schon sauber abbildet (Dokumentenerfassung, Lebendprüfung, Nachweis in der Akte) — dann ist die EUDI-Wallet später ein zusätzlicher Weg, kein Umbau.
Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Diese Definition informiert allgemein über EU- und deutsche Geldwäschepflichten. Regulatorische Details entwickeln sich bis 2027 weiter — prüfen Sie Primärquellen (EUR-Lex, AMLA und Ihre zuständige Aufsichtsbehörde) und holen Sie qualifizierten Rat ein, bevor Sie handeln.