Definition
goAML ist das von den Vereinten Nationen entwickelte Webportal, über das deutsche Verpflichtete Verdachtsmeldungen elektronisch an die FIU abgeben. Die Registrierung ist seit dem 1. Januar 2024 für alle Verpflichteten Pflicht — auch ohne je zu melden.
Was goAML ist
goAML ist eine von der UN entwickelte Software für Financial Intelligence Units weltweit. In Deutschland betreibt die FIU das goAML-Webportal als den elektronischen Meldeweg für Verdachtsmeldungen nach § 43 GwG (§ 45 GwG: elektronische Abgabe).
Registrierungspflicht seit 2024
Seit dem 1. Januar 2024 müssen sich alle Verpflichteten nach § 2 Abs. 1 GwG im Portal registrieren — unabhängig davon, ob sie jemals eine Meldung abgeben. Die Registrierung stellt sicher, dass der Meldeweg im Ernstfall sofort funktioniert; ihr Nachweis gehört in die Compliance-Unterlagen.
Strukturiert seit 2026
Die GwG-Meldeverordnung (GwGMeldV), in Kraft seit dem 1. März 2026, standardisiert die Abgabe bundesweit: strukturierte Übermittlung über goAML statt Freitext-Wildwuchs. Für die Praxis heißt das: Wer seine Fälle von Anfang an strukturiert dokumentiert, meldet schneller und besser.
Verwandte Begriffe
Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Diese Definition informiert allgemein über EU- und deutsche Geldwäschepflichten. Regulatorische Details entwickeln sich bis 2027 weiter — prüfen Sie Primärquellen (EUR-Lex, AMLA und Ihre zuständige Aufsichtsbehörde) und holen Sie qualifizierten Rat ein, bevor Sie handeln.