Definition
Der Geldwäschebeauftragte ist die nach § 7 GwG bestellte Person, die für die Einhaltung der Geldwäschevorschriften im Unternehmen zuständig ist. Ab dem 10. Juli 2027 tritt an die Stelle dieses Modells das Rollenpaar Compliance-Manager und Compliance-Officer der AMLR.
Die heutige Rolle
Bestimmte Verpflichtete müssen nach § 7 GwG einen Geldwäschebeauftragten (und einen Stellvertreter) bestellen; bei anderen kann die Aufsicht die Bestellung anordnen. Der Geldwäschebeauftragte ist Ansprechpartner für Behörden, überwacht die Einhaltung der Pflichten im Haus und entscheidet typischerweise über Verdachtsmeldungen.
Was 2027 daraus wird
Die AMLR ersetzt das Modell durch zwei benannte Funktionen: den Compliance-Manager — zwingend ein Mitglied der Leitungsebene (Art. 11 Abs. 1) — und den Compliance-Officer (Art. 11 Abs. 2), der das Tagesgeschäft führt. Wo Größe und Risikolage es rechtfertigen, darf eine Person beide Rollen übernehmen (Art. 11 Abs. 7) — für kleine Einheiten der Normalfall.
Praktischer Rat
Wer heute einen funktionierenden Geldwäschebeauftragten hat, hat den natürlichen Kandidaten für die Officer-Rolle — und sollte früh klären, wer auf Leitungsebene den Manager-Hut trägt. Die Benennung gehört dokumentiert ins Richtlinien-Paket.
Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Diese Definition informiert allgemein über EU- und deutsche Geldwäschepflichten. Regulatorische Details entwickeln sich bis 2027 weiter — prüfen Sie Primärquellen (EUR-Lex, AMLA und Ihre zuständige Aufsichtsbehörde) und holen Sie qualifizierten Rat ein, bevor Sie handeln.